TEPPICHRESTAURATION

Den Originalzustand wieder herstellen

Um bei Schäden an alten und antiken Teppichen den Originalzustand wieder herzustellen, braucht es nicht nur besonders ausgebildete Restauratoren, sondern vor allem auch das richtige „Material“ – Wollen aus den entsprechenden Provenienzen wie das Original, genau so gesponnen, mit den gleichen Färbeverfahren gefärbt und, wenn nur irgendwie möglich, des entsprechenden Alters. Erst dann beginnt die Arbeit der Teppichrestauration, die viel Know-how und auch Fingerspitzengefühl erfordert.

Hierzu nur eine einzige Zahl: In der Restaurationswerkstatt RUMI in Langenzenn sind allein über 6.000 in Alter, Farbe und Provenienz unterschiedliche Wollen vorrätig – und trotzdem werden immer noch neue alte Wollen gesammelt.

Heute ist die Teppichwerkstatt RUMI einer der begehrtesten Partner vor allem auch bei Sammlern von Teppichen, einer – mit Recht – äußerst kritischen Klientel. Denn hier geht es um die Wiederherstellung von oft sehr hohen Werten oder zumindest um deren dauerhaften Erhalt.

Galerie RUMI | Service | Teppichrestauration

Nicht immer muss man den Originalzustand wieder herstellen

Nicht immer ist es sinnvoll, einen Teppich zu restaurieren, also ihn wieder in seinen ursprünglichen Originalzustand zu versetzen. Oftmals ist es angebrachter, ausschließlich den Istzustand zu bewahren, dabei aber nachhaltig einem Fortschreiten der Schäden entgegenzuwirken.

Gründe dafür können sein:

  • Die Kosten für die Wiederherstellung des Originalzustandes übersteigen den Wert des Stückes oder stehen in keiner vernünftigen Relation dazu.
  • Kulturhistorische Argumente sprechen gegen eine Wiederherstellung und gebieten, ausschließlich den Status Quo für die Nachwelt zu erhalten.

In solchen Fällen wird ein Gutachter oder ein Kulturhistoriker immer von einer Komplettrestauration abraten.

»Ein Teppich in der Harmonie seiner Farben ist wie Poesie, seine Struktur wie Musik, er atmet Kunst und erbaut die Seele. Doch er braucht unsere Sorgfalt und Pflege, damit Farben und Licht ihr wunderschönes Spiegel noch über Generationen entfachen können.«

(Peter Balszuweit)